Proaktive Versorgungssicherheit durch dynamische Simulation mit selbstlernenden LLM-Agenten
Herzlich willkommen auf der Projektwebsite von PROVIDER (kurz: Proaktive Versorgungssicherheit durch dynamische Simulation mit selbstlernenden LLM-Agenten).
Ziel des Projekts ist es, Lieferketten in Deutschland, welche die Versorgungssicherheit betreffen, aber nicht zur kritischen Infrastruktur zählen, besser zu verstehen und proaktiv zu handhaben.
Die Funktionsweise der modernen Welt basiert auf einem möglichst störungsarmen, globalen Logistik- und Dienstleistungsgeflecht. Ereignisse auf anderen Kontinenten können unmittelbaren und großen Einfluss auf alltägliche Versorgungssituationen in Deutschland haben. Wenige Versorgungsketten werden bewusst wahrgenommen; sie rücken in den Fokus, wenn eine störungsfreie Versorgung ausbleibt. Dann werden sie vom Endprodukt her aufgerollt, um die Einschränkung der Versorgungssicherheit zu erklären. Viele dieser Waren- und Dienstleistungsketten fallen nicht unter KRITIS und unterliegen damit nicht derselben sorgfältigen Krisenplanung und Überwachung. Sie sind einem starken marktwirtschaftlichen Effizienzstreben unterworfen und basieren auf hochgradig optimierten Logistik-, Fertigungs- und Dienstleistungsprozessen mit häufig unbekannten, teils auch saisonalen Abhängigkeiten, die u. a. auch durch lokale Konzentration einzelner Produzenten oder Logistikunternehmen entstehen. Auch Einflüsse durch Wetter – z. B. auftretende Extremwetterereignisse –, gesellschaftliche oder politische Konflikte können diese sorgfältig austarierten Ketten aus Produktion, Logistik und anderen Dienstleistungen bis zum Endkunden aus dem Gleichgewicht bringen. Zwar kann in einer Post-Hoc-Analyse nach einem disruptiven Ereignis versucht werden, Gegenmaßnahmen aufzustellen. Häufig zeigt sich jedoch, dass eine Analyse nach dem Ereignis nicht gleichbedeutend mit einer Prävention oder gar der Möglichkeit der Vorhersage eines solchen Ereignisses ist; darüber hinaus handelt es sich dann um die Analyse einer bestimmten Wertschöpfungskette, was nicht gleichbedeutend mit einer generellen Verbesserung der Versorgungssicherheit ist. Eine fortwährende Prognose, die genügend Vorlauf zum Ergreifen von Gegenmaßnahmen liefern würde, scheitert bislang an der Komplexität der Waren- und Dienstleistungsketten, die betrachtet werden müssten, sowie der Möglichkeit, aktuelle Informationen z. B. aus den Nachrichten mit einzubeziehen.
Das PROVIDER-Vorhaben verfolgt das zentrale Ziel, eine innovative Methodik und Systemimplementierung für die fortwährend aktive, dynamische Simulation zur frühzeitigen Prädiktion von Versorgungsengpässen zu entwickeln. Im Unterschied zu herkömmlichen Post-hoc-Analysen oder statischen Was-wäre-wenn-Szenarien konzipiert PROVIDER ein kontinuierlich operierendes System, das für alle bekannten Warengruppen den Versorgungssicherheitsstatus unter Einbeziehung aktueller Nachrichtenquellen überwacht und belastbare Prognosen mit einem Zeithorizont von mehreren Monaten generiert.
Diese Website ist derzeit noch im Aufbau. Es lohnt sich, erneut vorbeizuschauen!

